Die spannende Geschichte von Rauris
Die goldene Vergangenheit des Raurisertals
Die Geschichte von Rauris handelt von wertvollen Schätzen in den Tiefen der Tauern, sagenhaftem Reichtum und der Tradition der Säumer.
Die Säumer, die ersten Transporteure über die Alpenpässe, waren die ersten Gäste in Rauris. Das Bergdorf war ein wichtiger Durchzugsort für die Säumer, die wertvolle Güter von Norden nach Süden und zurück brachten. Seide, Salz und Pelze wurden auf den Rücken von Maultieren durch Rauris transportiert. Wörth, der Nachbarort von Rauris, war einer der wichtigsten Umschlagplätze des Saumverkehrs. Das Seidlwinkltal, der östliche Zugang ins Raurisertal, hatte gegenüber allen anderen Tauernübergängen den Vorteil, länger schneefrei und damit passierbar zu sein.
Säumer brachten nicht nur teure Waren aus verschiedenen Ländern in das Dorf, sondern auch Geschichten aus aller Welt. Das kleine Bergbauerndorf zeichnete sich schon früh durch seine Weltoffenheit aus, die bis heute die Rauriser charakterisiert. Besuchen Sie das bis heute erhaltene Rauriser Tauernhaus, wo die Säumer vor vielen Jahrhunderten Rast gemacht haben und die Zeit stillgestanden zu sein scheint.
Geschichte von Rauris: Goldene Zeiten
Vor rund 4.000 Jahren wurde in Rauris Gold entdeckt. Im 15. Jahrhundert begann die Hochblüte des Goldbergbaus. Knappen kamen in das kleine Bergbauerndorf, um für die Salzburger Erzbischöfe nach Gold zu schürfen. Das Tauerngold verhalf dem Klerus zu sagenhaftem Reichtum.
Die Goldvorkommen in den Hohen Tauern und im Lungau reichten für die landeseigene Münzprägung aus. Das Bergbauerndorf Rauris erlebte seine Blütezeit im 15. und 16. Jahrhundert: 3.000 Menschen lebten damals in Rauris – eine Kleinstadt! Achten Sie bei Ihrem Spaziergang durch Rauris auf die Gewerkenhäuser mit ihren Kielbogentoren und Erkern, die aus der goldenen Zeit des Dorfes stammen.
Wer sich lieber auf die Suche nach dem Tauerngold begibt, der kann an den Goldwaschplätzen sein Glück versuchen. Wer wissen möchte, welches Wetter ihn beim Goldwaschen in Rauris erwartet, der bekommt diese Informationen von der höchstgelegenen meteorologischen Beobachtungsstation Österreichs auf dem Hohen Sonnblick. Diese Wetterstation wurde im Jahr 1886 von dem Gewerke des Alpinpioniers Ignaz Rojacher und seinen Arbeitern unter schweren Bedingungen in 3.000 Metern Höhe errichtet.
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